Worauf man beim Privatkreditgeschäft übers Internet
unbedingt achten sollte
Wichtig ist für Kreditsuchende wie für Anleger
unbedingt das jeweilige Verfahren der Kreditabwicklung. Es
kann sich je nach Betreiber der Internetplattform in wesentlichen
Punkten unterscheiden und bei weitem nicht alle Verfahren
sind seriös und sicher. Daher sollte man sich als potentieller
Kreditnehmer wie als Anleger genau über alle Details
informieren, bevor man ins Privatkreditgeschäft einsteigt.
Lässt ein Anbieter hier Fragen offen, sollte man die
Finger davon lassen.
Vorteile und Risiken für Kreditnehmer
Privatkredite aus dem Internet können, müssen aber
nicht in jedem Fall günstiger sein als bei einer Bank.
Jedoch können die Aussichten, überhaupt einen Kredit
zu erhalten, unter Umständen höher sein, wenn nämlich
den Anlegern der Grund für den Kreditwunsch gefällt.
Der wird bei der Bank nicht berücksichtigt.
Vorsicht ist geboten, wenn Sie direkt bei der Anmeldung eine
Gebühr an den Plattformbetreiber zahlen müssen und
Ihre persönlichen Daten preisgeben, ohne zu wissen, was
dann passiert. Günstigstenfalls ist nur das Geld für
die Anmeldegebühr verloren, wenn Sie keinen Kreditgeber
finden. Seriöse Anbieter erheben erst bei Zustandekommen
des Kreditvertrags eine Vermittlungsgebühr.
Und schließlich: Wenn der Zinssatz, zu dem Ihnen der
Privatkredit angeboten wird, unverhältnismäßig
hoch ist, suchen Sie besser nach einer anderen Lösung.
Risikominimierung für Anleger
Risiken bei der Geldanlage in Privatkredite bestehen aber
vor allem für die Kreditgeber. Denn sie wissen so gut
wie nichts über die Kreditsuchenden und haben von sich
aus keinerlei Möglichkeiten, deren Seriosität zu
prüfen. Um die Risiken zu mindern, sollte das Kreditverfahren
am besten alle der folgenden Voraussetzungen berücksichtigen.
Risikomindernd wirkt sich für Anleger erstens aus, wenn
die Kreditsuchenden sich per PostIdent-Verfahren ausweisen
müssen. Darüber hinaus lässt sich zweitens
sich das Risiko für den Anleger dadurch reduzieren, dass
der Plattformbetreiber die Bonität der Kreditsuchenden
prüft.
Die größte Risikominimierung für Anleger
aber besteht darin, dass zwischen Kreditnehmern und -gebern
eine Bank steht. In diesem Fall zahlen die Anleger ihr Geld
auf ein Konto bei der Bank ein, die es erst dann an den Kreditnehmer
auszahlt, wenn dessen Bonität feststeht. Die Bank kümmert
sich auch um die Einziehung der Raten. Kann der Kreditnehmer
die Raten für seinen Privatkredit nicht zahlen, wird
ein Inkassounternehmen eingeschaltet.
Sind alle Risiken so weit ausgeschaltet, so können sich
Privatkredite als Geldanlage durchaus lohnen.

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