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Zwei Beispiele: Wer leicht einen Privatkredit übers
Internet erhält und wer nicht
Eine Beamtin aus Nordrhein-Westfalen, 54 Jahre, sucht ein
Darlehen von 6.000 Euro über eine Laufzeit von 36 Monaten
für einen Island-Urlaub. Dafür ist sie bereit, 6,3
Prozent Zinsen zu zahlen. Sie meldet sich am 17. Mai bei einer
Plattform zur Vermittlung von Privatkrediten an und wird in
die Bonitätsklasse A eingestuft, das heißt die
beste überhaupt. Am 25. Mai wird ihr Gesuch unter einem
Pseudonym samt tippfehlerfreier Begründung und einem
ansprechenden Island-Bild online gestellt. Keine 12 Stunden
später ist der Urlaub in trockenen Tüchern. 13 Kreditgeber/Anleger
sind bereit, ihren Urlaub zu finanzieren. Die meisten steuern
250 Euro bei, einige 500 Euro, einer 2.000 Euro. Die Dame
erhält das Geld zum gewünschten Effektivzins von
6,3 Prozent.
Dagegen scheint beispielsweise ein Angestellter aus Hessen
mit Bonitätsklasse F Pech zu haben. Er möchte einen
Kredit
von 18.000 Euro, für den er bei einer Bank derzeit 9,9
Prozent Zinsen zahlt, mit einem Zinssatz von 5,5 Prozent über
eine Laufzeit von 60 Monaten ablösen. Sein Gesuch steht
bereits 10 Tage im Netz und noch hat sich kein Anleger gemeldet.
Wenn sich in den nächsten 4 Tagen keiner mehr meldet,
wird aus seinem Privatkredit nichts.
Die Suche nach einem Privatkredit übers Internet ist
also längst nicht immer von Erfolg gekrönt. Wer
zu dreist auf günstige Zinsen spekuliert, muss damit
rechnen, dass er keinen Anleger findet. Auch die Finanzierung
von Autos scheint bei den Kreditgebern nicht beliebt zu sein...
Worauf
Sie beim Privatkreditgeschäft übers Internet unbedingt
beachten sollten

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